Erpressung per Social Media: Jugendlicher in Erfurt bedroht
Polizei warnt vor Sextortion und gibt wichtige Schutz-Tipps
Ein 17-jähriger Jugendlicher aus Erfurt wurde am Donnerstagabend Ziel einer versuchten Erpressung im Internet. Der Fall unterstreicht erneut die Gefahren, die von scheinbar harmlosen Kontakten in sozialen Netzwerken ausgehen können.
Der Tathergang
Laut Angaben der Landespolizeiinspektion Erfurt nahm ein bislang unbekannter Täter zunächst über Instagram Kontakt zu dem Jugendlichen auf. Nach dem ersten Austausch wechselte die Kommunikation auf die Plattform Snapchat. Im Verlauf der Gespräche schickte der 17-Jährige intime Aufnahmen an den Unbekannten.
Mit diesen Bildern stellte der Täter eine kompromittierende Collage zusammen und drohte dem Jugendlichen, diese öffentlich zu machen, falls er nicht 200 Euro in Form von Guthabenkarten übermitteln würde.
Der 17-Jährige ließ sich von den Drohungen jedoch nicht einschüchtern und wandte sich an die Polizei, die daraufhin ein Ermittlungsverfahren einleitete.
Tipps der Polizei zum Umgang mit "Sextortion"
Die Polizei hebt hervor, wie wichtig ein umsichtiges Verhalten in sozialen Netzwerken ist. Insbesondere sollten keine intimen Bilder oder Videos an fremde Personen versendet werden.
Polizeiliche Empfehlungen und Prävention
Die Beamten betonen, dass die Täter häufig gezielt soziale Netzwerke nutzen, um ihre Opfer anzusprechen und auszuspähen. Eine kritische Haltung gegenüber neuen Kontakten im Internet ist daher unerlässlich.
Betroffene von Sextortion sollten nie auf Forderungen eingehen und umgehend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Mit dem aktuellen Fall warnt die Landespolizeiinspektion Erfurt davor, private Inhalte unbedarft online zu teilen – und erinnert daran, dass die Polizei jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.