Fast 97.000 Euro weg durch Fake-Krypto-Investment
78-Jähriger in Erfurt von Betrügern mit psychologischem Druck und gefälschten Krypto-Angeboten getäuscht – Polizei warnt vor Anlagebetrug

Ein betrügerischer Fall aus Erfurt verdeutlicht erneut die Risiken von vermeintlich lukrativen Online-Investitionen im Bereich Kryptowährungen. Ein 78-jähriger Mann verlor in den vergangenen Wochen fast 97.000 Euro an Kriminelle, die gezielt Internetnutzer auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten ansprechen.
Anlagebetrug durch gefälschte Krypto-Angebote
Der Vorfall begann Mitte April, als der Senior im Internet nach Investitionsmöglichkeiten suchte. Dabei stieß er auf eine Webseite, die mit dem Handel von Kryptowährungen warb. Bereits kurz nach der Registrierung meldete sich eine unbekannte Person telefonisch bei ihm und gab sich als vermeintlicher Berater aus.
Im Zuge des Gesprächs wurde der 78-Jährige aufgefordert, ein ausländisches Konto zu eröffnen. Der angebliche Berater nutzte psychologischen Druck und das Versprechen hoher Gewinne, um den Mann zu einer Überweisung von fast 97.000 Euro zu bewegen.
Weitere Versuche der Betrüger und die Reaktion des Opfers
Nicht zufrieden mit dem bereits erbeuteten Betrag, nahmen die Betrüger erneut Kontakt zum Opfer auf und versuchten, ihn zu weiteren Überweisungen zu bewegen. Erst jetzt wurde der Senior misstrauisch und durchschaute die betrügerischen Absichten.
Am Mittwoch entschied er sich zur Anzeige bei der Polizei. Die zuständige Landespolizeiinspektion Erfurt leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs ein.
Warnsignale und Prävention
Dieser Fall macht deutlich, wie professionell und zugleich dreist Kriminelle bei Anlagebetrugsfällen vorgehen. Besonders ältere Menschen werden gezielt angesprochen und mit Versprechungen hoher Gewinne gelockt.
Polizeiliche Ermittlungen und Handlungsempfehlungen
Die Landespolizeiinspektion Erfurt hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und weist darauf hin, wie wichtig schnelles Handeln im Betrugsfall ist. Wer auf ähnliche Maschen hereingefallen ist oder verdächtige Kontaktaufnahmen erlebt, sollte sich umgehend an die Polizei wenden.
Mit Blick auf die anhaltende Entwicklung digitaler Betrugsmaschen empfiehlt die Polizei, sich bei Unsicherheiten immer mit einer unabhängigen Stelle oder den offiziellen Behörden abzustimmen. Prävention und Aufmerksamkeit bleiben die wichtigsten Mittel im Kampf gegen Internetbetrug.
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