Polizeieinsatz nach mutmaßlicher Tiermisshandlung in Nordhausen
Mann soll Hund mit der Leine traktiert und Passanten bedroht haben – Beamter leicht verletzt, Hund im Tierheim

In Nordhausen hat ein Polizeieinsatz am Sonntagabend für Aufsehen gesorgt. Nach Angaben der Landespolizeiinspektion Nordhausen wurde die Polizei in die Gottfried-Erich-Rosenthal-Straße gerufen, weil dort ein Mann seinen Hund beim Spazierengehen mehrfach mit der Hundeleine traktiert haben soll. Als Passanten den Mann daraufhin ansprachen, soll er diese bedroht haben.
Einsatz in der Gottfried-Erich-Rosenthal-Straße
Vor Ort trafen die Beamten auf einen 27-Jährigen mit einem Rasse Boxer. Bei der Kontrolle habe sich der Mann unkooperativ verhalten und erheblichen Widerstand geleistet. Im Verlauf des Einsatzes wurde ein Beamter leicht verletzt.
Das Tier wurde anschließend in das Tierheim in Obhut genommen. Nach Angaben der Polizei bestand zudem der Verdacht, dass der Mann möglicherweise unter dem Einfluss berauschender Mittel stand. Deshalb wurde eine Blutprobenentnahme im nächstgelegenen Klinikum durchgeführt, um den Zustand des 27-Jährigen gerichtsverwertbar zu dokumentieren.
Zeugen sollen sich melden
Die Polizei in Nordhausen bittet Personen, die beobachtet haben, wie der Mann den Hund traktierte, um Hinweise. Für die Ermittlungen ist nach Angaben der Polizei insbesondere die Beobachtung des Geschehens von Bedeutung.
Einordnung der Ermittlungen
Gegenstand der weiteren Prüfung sind damit sowohl der Umgang mit dem Tier als auch das Verhalten des Mannes gegenüber den anwesenden Passanten und den Einsatzkräften. Die Polizei verweist in ihrer Mitteilung auf das Aktenzeichen 0115775.
Rückfragen der Medien richteten sich an die Thüringer Polizei.
Thüringer Polizeihttp://www.thueringen.de/th3/polizei/index.aspx
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