In Erfurt sucht Einbrecher Gold und Bomben
35-Jähriger steigt in Kellerabteil ein, findet aber nur Geschirr und Malutensilien – Polizei ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls.

In Erfurt hat ein Kellereinbruch am Freitagnachmittag für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz gesorgt. In einem Mehrfamilienhaus am Spielbergtor verschaffte sich ein 35-jähriger Tatverdächtiger unbefugt Zutritt zu einem Kellerabteil einer Anwohnerin. Nach eigenen Angaben suchte er dort nach Gold, Diamanten und sogar Bomben.
Kuriose Begründung, konkreter Schaden
Die erhoffte Beute blieb aus. Statt der behaupteten Wertgegenstände entwendete der Mann Geschirr und Malutensilien. Der Schaden wurde mit 100 Euro angegeben.
Besonders auffällig: Noch während der Tat informierte der Beschuldigte die 26-jährige Geschädigte selbst darüber, dass in ihren Keller eingebrochen worden sei. Dabei erklärte er, im Auftrag des Vermieters gehandelt zu haben. Diese Darstellung bestätigte sich jedoch nicht.
Verdacht auf Betäubungsmittelnutzung
Nach Angaben der Polizei stand der Mann augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen besonders schweren Falls des Diebstahls eingeleitet.
Der Fall zeigt einen Einbruch mit ungewöhnlicher Begründung, aber klaren strafrechtlichen Folgen. Für die Ermittlungen bleibt entscheidend, dass weder die behauptete Beauftragung durch den Vermieter noch die genannten Suchmotive eine rechtliche Grundlage für das Vorgehen des Mannes darstellten.
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