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Blumenblock: Neuer Hotspot in Leinefelde-Worbis

Ehemaliger Plattenbau wird zur Landesgartenschau mit floralen Ausstellungen, regionaler Kultur und Kunst auf fünf Etagen

Blumenblock: Neuer Hotspot in Leinefelde-Worbis
Bild zum Beitrag© Redaktion Leinefelde-WorbisBild 1 von 2

Die Landesgartenschau Leinefelde-Worbis erhält mit dem sogenannten Blumenblock ein außergewöhnliches Highlight: Ein ehemaliges Plattenbau-Mietswohnhaus in der Bachstraße wird für die Dauer der Gartenschau zum facettenreichen Ausstellungszentrum umgestaltet. Auf fünf Etagen werden Besucherinnen und Besucher mit Themen rund um Floristik, Geschichte, Kunst und regionale Besonderheiten überrascht.

Vom Leerstand zum Erlebnisraum

Das seit Jahren leerstehende Gebäude wird umfassend für die Ausstellungen angepasst. Unter anderem wird ein Fahrstuhl angebaut, zwischen den Etagen entstehen neue Durchgänge und überflüssige Wände werden entfernt. So können Gäste die insgesamt 1.883 Quadratmeter große Ausstellungsfläche in einem fließenden Rundgang über alle fünf Ebenen erkunden. Die Südbalkone sorgen für besondere Ausblicke und unterstreichen die neue Nutzung des Plattenbaus.

Der Blumenblock ist Teil des Kerngeländes der Gartenschau im Bezahlbereich und setzt mit der ungewöhnlichen Präsentation vertrauter Architektur starke Akzente in der Südstadt.

Florale Vielfalt: Die Blumenhalle als Herzstück

Direkt zu Beginn erwartet die Besucherinnen und Besucher ein florales Spektakel unter der Federführung von Creativ aus Kindelbrück. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss verwandeln sich in eine beeindruckende Blumenhalle. Insgesamt zwölf wechselnde Blumenausstellungen sorgen für ständig neue Eindrücke und setzen unterschiedliche Themen künstlerisch um.

Termine und Themen der Blumenausstellungen

  • 23.04. bis 03.05.: Entstehen und Vergehen – Natürlicher Kreislauf von Wachstum bis Zerfall als florale Inszenierung.
  • 07. bis 17.05.: Abstrakt und Konkret – Experimentelles Spiel von Form, Farbe und Material.
  • 21. bis 31.05.: Romantik und Distanz – Harmonie trifft auf ungewöhnliche Kombinationen.
  • 04. bis 14.06.: Klang und Stille – Verbindung von Blüten und Musik.
  • 18. bis 28.06.: Design und Klassisch – Klare Linien mit Pflanzenmaterial statt klassischer Blumenbilder.
  • 02. bis 12.07.: International und Heimat – Kulturelle Vielfalt im Dialog mit regionaler Tradition.
  • 16. bis 26.07.: Illusion und Realität – Perspektivische Effekte und Spiegelungen regen zum Nachdenken an.
  • 30.07. bis 09.08.: Monoton und Vielfältig – Strukturierte Arrangements versus natürliche Vielfalt.
  • 13. bis 23.08.: Fruchtbar und Öde – Üppiges Grün trifft auf karge Flächen.
  • 27.08. bis 06.09.: Mystisch und Rational – Dichte Inszenierungen und strenge Ordnungssysteme.
  • 10. bis 27.09.: Modern und Tradition – Zeitgenössisches Design und traditionelle Techniken verschmelzen.
  • 01. bis 11.10.: Begegnung und Trennung – Abschied und bleibende Erinnerung als Abschluss der Reihe.
  • Mit diesem Ansatz wird der Blumenblock zum Ort des Perspektivwechsels – Themen werden inszeniert, erfahrbar gemacht und zeigen die Gegensätzlichkeit von Stille und Klang, Nähe und Spannung sowie Tradition und Zeitgeist.

    Handwerk, Bildung und Genuss in der zweiten Etage

    Das zweite Obergeschoss widmet sich dem regionalen Handwerk und der gartenbaulichen Bildung. Hier gibt es:

    • Eine Zwergenwerkstatt der Eafenroda Gartenzwergmanufaktur
    • Eine Ausstellung des Landesverbands Thüringen e.V. zu Grünen Berufen mit Fokus auf Ausbildung und Zukunft der Branche
    • Das Projekt „iga*61. Geschmack und Impulse“ zur Erinnerung an die Internationale Gartenbauausstellung in Erfurt
    • Die Wanderausstellung „Geschmack Regionen“ zur Entwicklung regionaler Obst- und Gemüsekulturen
    • Eine Gemüse-Aufzuchtstation mit Mitmach-Workshops, initiiert von der Stadtverwaltung Leinefelde-Worbis und regionalen Erzeugern
    • 3. Obergeschoss: Kunst, Heimat und Plattenbau-Gegenwart

      Die dritte Etage öffnet Raum für künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat und urbanem Leben:

      • Bildhauer Christoph Haupt stellt in „Provinz“ Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus, die gesellschaftliche Themen in Szene setzen.
      • Zwölf Studierende der Bauhaus-Universität Weimar zeigen Projekte zum Wohnen im Plattenbau und zur Gartenschau.
      • Die Ausstellungen machen das Gebäude selbst zum Resonanzraum zwischen Stadtentwicklung und künstlerischer Reflexion.

        4. Obergeschoss: Zeitgeschichte trifft Abenteuer und Nostalgie

        Im obersten Stockwerk eröffnen sich vielfältige Perspektiven auf Vergangenheit und Gegenwart:

        • Die Stadtverwaltung Leinefelde-Worbis zeigt erlebbare Stadtgeschichte mit Exponaten zum Anfassen.
        • Heidi Bernd entführt mit „Aus Garage große weite Welt“ auf Motorradreisen rund um den Globus.
        • Eine Nostalgie-Wohnung bringt DDR-Alltag zurück ins Bewusstsein.
        • Bauhaus-Studierende präsentieren ein Videoprojekt zum Thema „Natur“, ergänzt durch Reportagen über Leinefelde.
        • Außerdem dient das vierte Obergeschoss als Veranstaltungsort für Vorträge und Workshops.

          Ein eindrucksvoller Ort voller Potenzial

          Die Vision der Landesgartenschau geht weit über Blumenarrangements hinaus. Der Blumenblock verwandelt einen einst verlassenen Plattenbau in einen lebendigen Erlebnisraum, der mit seinem vielfältigen Angebot aus Floristik, Kunst, Bildung und Stadtgeschichte die Besucher zum Nachdenken und Verweilen einlädt.

          „Der Blumenblock lädt dazu ein, stehenzubleiben, genauer hinzuschauen und sich auf neue Eindrücke einzulassen“, sagt Stadtbürgermeister Christian Zwingmann.

          „Er zeigt, dass die Landesgartenschau 2026 nicht nur im Grünen stattfindet, sondern mitten im urbanen Leben unserer Stadt.“

          Weitere Informationen

          Aktuelle Hinweise, Kontaktdaten oder weiterführende Informationen werden von der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis gGmbH bereitgestellt.

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