Leinefelde startet digitalen Stadtrundgang
34 interaktive Stationen mit QR-Codes machen Geschichte und Sehenswürdigkeiten erlebbar

Leinefelde setzt einen Schritt in Richtung Digitalisierung des Kulturerlebnisses: Mit dem neuen digitalen Stadtrundgang bietet die Stadt allen Interessierten die Möglichkeit, Geschichte und Sehenswürdigkeiten virtuell zu entdecken. Das Fachamt für Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus und Kultur (ÖTK) hat das Projekt initiiert und damit einen modernen Zugang zu lokalen Geschichten geschaffen.
Leinefelde digital erleben
Seit Kurzem steht der digitale Stadtrundgang auf der städtischen Webseite zur Verfügung. Nutzerinnen und Nutzer können den Stadtrundgang am Computer oder über das Mobiltelefon starten. Der Einstieg erfolgt über eine übersichtliche Karte, auf der sich verschiedene Routen auswählen lassen. Aktuell befinden sich 34 Stationen im Angebot, an denen detaillierte Informationen, historische Hintergründe und anschauliche Fotografien bereitgestellt werden.
Jede Station des Rundgangs ist mit einer eigenen Karteikarte ausgestattet. Diese bietet eine Kurzbeschreibung, ein Bild und einen Link zu weiteren Informationen. Besonders anschaulich lässt sich die Geschichte der alten Lehmgrube am Märtensteich nachverfolgen, die von der Ziegelei bis zum Leinebad eine bewegte Vergangenheit aufweist. Auch der Lunapark – einst ein Schuttberg, heute grüne Lunge der Stadt – oder die ehemalige Borstenzurichterei, bekannt für ihren markanten Geruch, werden lebendig präsentiert.
Viele Stationen verbinden den Alltag von gestern mit der Gegenwart: Die Entwicklung der Gartenstadt Ohne-Aue, Geschichten rund um die Leinequelle und Vergleiche alter und neuer Ansichten lassen die lokale Historie für alle Generationen greifbar werden.
Technischer Fortschritt und Ausblick
Das Projekt ist mit dem Startschuss online nicht abgeschlossen: Für einen noch direkteren Zugang sollen an allen Stationen im Stadtgebiet Tafeln mit QR-Codes angebracht werden. Passanten können dann mittels eines einfachen Scans mit ihrem Smartphone weiterführende Informationen direkt vor Ort abrufen. Die Tafeln präsentieren sich in einem einheitlichen Design und enthalten Bild und Erläuterungen zur jeweiligen Sehenswürdigkeit.
Die Umsetzung der Informationstafeln und QR-Codes wird durch finanzielle Unterstützung des Seniorenbeirats Leinefelde ermöglicht. Das Ziel ist, die innovativen Tafeln rechtzeitig zur Eröffnung der Landesgartenschau im Stadtgebiet zu installieren.
Langfristige Perspektiven
Sollte das digitale Konzept in Leinefelde erfolgreich angenommen werden, ist die Ausweitung auf Worbis vorgesehen. Dort existieren bereits klassische touristische Informationstafeln an wichtigen Gebäuden – eine digitale Ergänzung könnte die touristische Infrastruktur auch hier bereichern, so das ÖTK.
Kontakt
Mit seinem digitalen Stadtrundgang eröffnet Leinefelde einen zeitgemäßen Zugang zu Stadtgeschichte und Attraktionen. Die Verbindung von Online-Angebot und lokaler Informationsvermittlung setzt ein Zeichen für die zukunftsorientierte Entwicklung touristischer Angebote in der Region.
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