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Seniorenarbeit im Eichsfeld: Ein Jahr voller Engagement

Vielfältige Angebote und neue Projekte stärken das Miteinander im Landkreis

Seniorenarbeit im Eichsfeld: Ein Jahr voller Engagement
Bild zum Beitrag© Redaktion Leinefelde-WorbisBild 1 von 5

Der Rückblick auf das vergangene Jahr macht deutlich: Die Seniorenarbeit im Landkreis Eichsfeld lebt von Engagement, Vielfalt und miteinander abgestimmter Organisation. Verschiedene Akteure und Initiativen setzen sich aktiv für die Belange älterer Bürgerinnen und Bürger ein und schaffen so ein breit gefächertes Angebot an Information, Austausch und Prävention.

Aktive Seniorenbeiräte als Impulsgeber

In zahlreichen Gemeinden sind Seniorengruppen organisiert, die sich nicht nur als Interessenvertretung verstehen, sondern auch als wichtige Impulsgeber. Die Seniorenbeiräte fördern das Miteinander, bringen sich in gesellschaftliche Debatten ein und unterstützen durch das Leitmotiv „pflegen, helfen, vorsorgen“ eine nachhaltige Vorsorge für verschiedene Lebenssituationen.

Laut Günther Fiedler, Seniorenbeauftragter des Landkreises Eichsfeld, gibt es „Möglichkeiten, sich einzubringen“. Die Arbeit der Beiräte hat sich als wertvoller Bestandteil des kommunalen Lebens etabliert.

Veranstaltungen und Informationsangebote

Ein besonderer Höhepunkt war der Pflegetag, zu dem 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen. Rund 30 Aussteller boten Beratung rund um Unterstützungsmöglichkeiten und Vorsorge an. Wichtige Themen wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Sicherheit im Internet und vorbeugender Brandschutz standen im Mittelpunkt. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen sowie das Gesundheitsamt informierten praxisnah und verständlich über ihre jeweiligen Themen.

Die Beigeordnete Ute Althaus der Stadt war ebenfalls unter den Gästen. Berufsbetreuer gaben Einblicke ins Betreuungsrecht und eine Senioreneinrichtung stellte Pflegeformen anschaulich vor. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit zwischen drei Seniorenbeiräten und der Kreisverwaltung, die sich im Laufe des Jahres dreimal in Arbeitstreffen mit unterschiedlichen Einrichtungen und Behörden austauschten.

Wichtige Themen kompakt erklärt

  • Altersvorsorge: Praxisnahe Beratung durch das Gesundheitsamt
  • Betreuungsrecht: Informationen von Berufsbetreuern
  • Pflegeformen: Vorstellung und Diskussion durch Senioreneinrichtungen
  • Sicherheit: Vorbeugender Brandschutz und Internet-Sicherheit
  • Breites Engagement und neue Projekte

    Zahlreiche weitere Projekte wurden durch engagierte Senioren unterstützt. Im Fokus stand dabei das selbstbestimmte Leben im Alter sowie das Schaffen barrierefreier Wohnräume in Leinefelde. Ziel war es, Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen und eine Plattform für seniorengerechtes Wohnen aufzubauen. Begleitende Fachvorträge thematisierten die Wohnsituation älterer Menschen und den demografischen Wandel.

    Sozialplaner Günther Fiedler machte in einer Gesprächsrunde im Kloster Zella auf die gesellschaftlichen Veränderungen aufmerksam: „Heute ist ein Viertel der Bewohner des Landkreises im Rentenalter.“

    Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik und neue Akzente

    Die Einbindung der Kommunalpolitik in die Seniorenarbeit wurde als sehr positiv hervorgehoben. Bei Veranstaltungen wie dem Seniorentreffen in der Stadtbücherei waren Vertreter aus Politik und Verwaltung, darunter Christian Zwingman und mehrere Ortsteilbürgermeister, anwesend.

    Eine besondere Rolle spielte auch das erste Seniorenzentrum, das ein umfassendes Angebot zu Pflege- und Seniorenheimbetreuung präsentierte. Der Leitsatz „Rechtzeitig vorsorgen in den verschiedensten Situationen“ bildete das thematische Rückgrat. Neben DRK-Vorstand Lars Herting und Seniorenbetreuerin Janine Wyrwich aus Worbis engagierten sich auch weitere Vertreter aus den Gemeinden.

    Vernetzung, Begegnung und gesellschaftlicher Austausch

    Unter dem Leitmotiv „Aus Leben wird gemeinsam Erleben“ betreute Fiedler ein bedeutendes Baudenkmal, das Raum für generationenübergreifende Begegnungen bieten soll. Der erste Eichsfelder Engagement-Tag in der Heiligenstädter Stadthalle verdeutlichte zudem, wie stark das Netzwerk aus Vereinen, Organisationen und Interessenvertretungen im Landkreis ist: Rund 25 Akteure präsentierten hier ihre Initiativen. Die Landrätin führte durch die Veranstaltung, ergänzt durch Beiträge der Thüringer Ehrenamtsstiftung und der Deutschen Stiftung für Ehrenamt.

    Sicherheitsaspekte und Prävention

    Ein weiteres prägnantes Beispiel für die Vielfalt des Angebots war die Jahresabschlussveranstaltung in der Polizeiinspektion Heilbad Heiligenstadt. Hier wurden Fragen zu den Aufgaben der Polizei, Kriminalität und Prävention behandelt – eine Führung durch das Gebäude und der informative Austausch wurden besonders positiv aufgenommen.

    Fazit: Engagement als zentrale Stärke

    Die Vielzahl der Veranstaltungen und die reibungslose Zusammenarbeit der Akteure machen deutlich, wie lebendig und wichtig die Seniorenarbeit im Landkreis Eichsfeld ist. Günther Fiedler zieht Bilanz: Die Angebote und die gemeinsame Arbeit sorgen dafür, dass ältere Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben und bedarfsgerechte Unterstützung erhalten.

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