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24 Stunden Schwimmen für Thüringens Bäder

Über 100 Teilnehmende setzen sich in Mühlhausen für den Erhalt der Hallenbäder und ein nachhaltiges Finanzierungskonzept ein

24 Stunden Schwimmen für Thüringens Bäder
Bild zum Beitrag© Redaktion Mühlhausen/Thüringen

Das 24-Stunden-Schwimmen in der Thüringentherme Mühlhausen verdeutlicht eindrucksvoll die zentrale Rolle, die Hallenbäder in Thüringen für Gesundheit, Sport und gesellschaftliches Miteinander spielen. Die Veranstaltung, organisiert vom 1. Schwimm-Gesundheitssportverein Mühlhausen e. V. (1. SGV), zog mehr als 100 Teilnehmende aller Altersgruppen und Hintergründe an. Das gemeinsame Engagement von Kindern, Senioren, Leistungssportlern sowie Menschen mit Beeinträchtigungen setzte ein starkes Zeichen: Die Bäderlandschaft Thüringens ist für die Bevölkerung von großer Bedeutung.

Gesellschaftliche Bedeutung der Hallenbäder

Dr. Johannes Bruns, Oberbürgermeister der Stadt Mühlhausen, hebt hervor, dass Hallenbäder weit über ihre Funktion als Sportstätten hinausgehen. Sie fördern den sozialen Zusammenhalt, dienen der Gesundheitsprävention und sind für das Erlernen des Schwimmens unverzichtbar. Der integrative Charakter des 24-Stunden-Schwimmens zeigt, wie unterschiedlichste Gruppen gemeinsam von diesen Einrichtungen profitieren.

Besonders in Mühlhausen stand das Miteinander im Fokus: Menschen aus verschiedenen Generationen und Lebenssituationen schwammen Seite an Seite, um gemeinsam für den Erhalt der Thüringer Bäder einzutreten.

Herausforderungen bei der Finanzierung

Die Finanzierung der Hallenbäder stellt Kommunen und Stadtwerke jedoch zunehmend vor Schwierigkeiten. Steigende Betriebskosten, unter anderem für Energie, Personal und Material, erhöhen den finanziellen Druck. Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns macht klar: „Trotz aller Bemühungen um Effizienz und Wirtschaftlichkeit können Bäder als Daseinsvorsorge keine Gewinne erwirtschaften – und sollen sie auch nicht. Ihr Wert liegt im gesellschaftlichen Nutzen.“

Die aktuelle Finanzierung, getragen von Kommunen und Stadtwerken, stößt an ihre Grenzen. Der Oberbürgermeister fordert deshalb von der Landesregierung ein dauerhaftes und verlässliches Finanzierungskonzept.

Appell an Land und Gemeinschaft

Die Stadt Mühlhausen richtet einen deutlichen Appell an die Landesregierung Thüringens, sich stärker an der Finanzierung zu beteiligen. „Es darf nicht sein, dass Kommunen und Stadtwerke die Last allein tragen müssen“, betont Dr. Bruns. Nur durch gesicherte, langfristige Unterstützung könne der Bestand der Bäder auch in Zukunft gewährleistet werden.

Die Resonanz beim 24-Stunden-Schwimmen macht deutlich: Die Bevölkerung steht hinter ihren Bädern und fordert deren Erhalt.

Gemeinsames Zeichen für den Erhalt der Bäderlandschaft

Mit dem 24-Stunden-Schwimmen setzten die Teilnehmenden gemeinsam mit Dr. Johannes Bruns und Martin Fromm, Vorsitzender des Arbeitskreises für Bäder, ein sichtbares Zeichen für die Zukunft der Thüringer Bäder. Die Veranstaltung steht exemplarisch für das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die sich für lebenswerte und gesunde Städte einsetzen.

Die Stadt Mühlhausen bietet Bildmaterial zur redaktionellen Verwendung an, das die lebendige Beteiligung während des Events dokumentiert.

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