Diakonie Mühlhausen gewinnt Bundespreis für Denkmalpflege
Auszeichnung für nachhaltige Sanierung und barrierefreie Wohnungen im Bürgerhaus Holzstraße 11/12

Die Diakonie Mühlhausen wurde für die Sanierung des Bürgerhauses Holzstraße 11/12 mit dem 2. Preis des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege 2025 ausgezeichnet. Dies wurde am Dienstagabend im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Collegium Maius in Erfurt bekanntgegeben. Der Verein zählt damit zu den sechs Denkmaleigentümern sowie 36 Handwerkern, die mit diesem bedeutenden Preis geehrt wurden.
Anerkennung für Engagement und Qualität
Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns würdigte die Auszeichnung als Zeichen für das fortwährende Engagement der Stadt Mühlhausen im Bereich des Denkmalschutzes. Er hob hervor:
"Ehrung steht eindrucksvoll für den Einsatz für die historische Bausubstanz der mittelalterlichen Reichsstadt Mühlhausen. Nach der Auszeichnung des Beurenhofs 2016 wird nun erneut ein Projekt in unserer Stadt gewürdigt, das Denkmalschutz mit modernem sozialem Wohnen verbindet."
Die Jury lobte besonders die nachhaltige Weiterentwicklung denkmalgeschützter Gebäude und die kluge Entscheidung der Diakonie, keinen Neubau zu errichten, sondern historische Substanz zu bewahren. Die handwerkliche Qualität und die vorbildliche Erhaltung machten das Bürgerhaus-Holzstraße-Projekt zu einem Musterbeispiel für gelungene Denkmalpflege.
Ausgezeichnetes Quartierswohnen in historischer Umgebung
Bereits 2022 konnte die Diakonie Mühlhausen den 1. Preis des Bauherrenpreises der Stadt Mühlhausen für die Sanierung der Holzstraße 10/11 entgegennehmen. In der Begründung hieß es, es seien zwölf barrierefreie Wohneinheiten für Menschen aller Lebenslagen entstanden – ein gelungenes Beispiel für modernes "Wohnen im Quartier" mit historischem Flair.
Beteiligte Handwerksbetriebe und Planer
Die Sanierung wurde von der Mühlhäuser Bauhütte (Andreas Nobis, Formann, Danz – Partner) geplant und umgesetzt. Zahlreiche regionale Handwerksbetriebe trugen zum Erfolg bei:
Feierliche Preisverleihung mit prominenter Unterstützung
Die Festrede im Rahmen der Preisverleihung hielt Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und würdigte dabei die herausragenden Leistungen aller Preisträger.
Hintergrund zum Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Der Bundespreis, gestiftet von der Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, möchte sowohl private Denkmaleigentümer zu Qualität und Werterhalt motivieren als auch das Handwerk für das Tätigkeitsfeld Denkmalpflege sensibilisieren. Der Preis wird jährlich in jeweils zwei Bundesländern vergeben, 2025 in Brandenburg und Thüringen. Zuletzt war Thüringen 2016 beteiligt, als der Beurenhof am Untermarkt in Mühlhausen ausgezeichnet wurde.
Mit der neuerlichen Auszeichnung wird Mühlhausens Ruf als engagierte Denkmalschutz-Stadt einmal mehr untermauert. Die Verbindung von historischer Bausubstanz mit modernen Wohnkonzepten setzt Maßstäbe weit über die Region hinaus und trägt dazu bei, das Stadtbild zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten.
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