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Mühlhausen gedenkt der Befreiung von Buchenwald

Am 11. April wird mit Kranzniederlegung am Mahnmal von Walter Krause an die Opfer des Faschismus erinnert

Die Stadt Mühlhausen setzt am 11. April 2025 ein wichtiges Zeichen des Erinnerns: Auf dem Bahnhofsvorplatz lädt die Stadt zur Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald ein. Im Mittelpunkt steht eine Kranzniederlegung am Denkmal für die Opfer des Faschismus – ein Mahnmal von Walter Krause, das seit 1951 an diesem Ort steht.

Gedenkveranstaltung am Mahnmal von Walter Krause

Das Denkmal, geschaffen von Walter Krause (1891–1967), wurde wenige Tage nach dem sechsten Jahrestag der Buchenwald-Befreiung eingeweiht. Es zählt zu den bedeutendsten Werken Krauses im öffentlichen Raum der Stadt Mühlhausen. Die vier Figuren des Mahnmals stehen exemplarisch für die vielen Opfer, die dem NS-Regime zum Opfer fielen und dessen Willkür und Gewalt schutzlos ausgeliefert waren.

Auf dem Steinsockel des Denkmals sind zwei Inschriften zu lesen:

  • „Unsterbliche Opfer ihr sanket dahin, Toten Ehr den Lebenden zur Mahnung“
  • „Auschwitz, Majdanek, Neuengamme, Buchenwald, Dachau, Sachsenhausen“
  • Diese Worte und Namen erinnern eindringlich an Orte und Menschen, die durch das nationalsozialistische Terrorregime Leid und Tod erfuhren.

    Die Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald

    Buchenwald gehörte zu den größten Konzentrationslagern auf deutschem Boden. Am 11. April 1945 wurde es durch US-amerikanische Truppen befreit. Im Mittelpunkt des Lagersystems standen über 50.000 Häftlinge, die Mitte 1944 in einem dichten Netz von 139 bekannten Außenlagern festgehalten wurden.

    Unternehmen, Kommunen sowie staatliche und militärische Einrichtungen profitierten systematisch von der Zwangsarbeit der Inhaftierten. Auch in Mühlhausen gab es zwei Außenlager von Buchenwald: eines befand sich im Stadtwald, das andere am Wendewehr.

    Zwangsarbeit in Mühlhausen

    Über 1.300 Frauen und Männer waren in diesen Lagern inhaftiert und wurden zur Arbeit gezwungen. Sie erlebten Demütigung, Misshandlung und unmenschliche Lebensbedingungen. Auch darüber hinaus waren zahlreiche Menschen in Mühlhausen zur Zwangsarbeit gezwungen.

    Setzen eines Zeichens gegen das Vergessen

    Mit der diesjährigen Gedenkveranstaltung möchte die Stadt Mühlhausen bewusst gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen vorgehen. Sie ruft dazu auf, das Erinnern wachzuhalten und die Geschichte an die kommenden Generationen weiterzugeben.

    Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und damit ein gemeinsames Zeichen der Erinnerung und des friedlichen Miteinanders zu setzen.

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